Die ersten 6 Monate - Offizieranwärterlehrgang

Es geht los! Ab dem 01.07.15 heißt es "Stillgestanden!"

Die richtige Versicherung

Eines der wohl kompliziertesten Themen für angehende SaZ.

Samstag, 8. August 2015

27.06.16 - Aus aktuellem Anlass

Liebe Leser!

Nun ist es schon fast ein Jahr her, seit dieser Blog an den Start gegangen ist. Nach einigen Wochen musste ich diesen jedoch einstellen (warum das so ist, kannst du weiter unten im Originalpost lesen). Seit dem hat sich auf dieser Seite zwar nicht viel getan, doch ich blicke trotzdem mit Freude auf das vergangene Jahr zurück:

  • Alle restlichen Beiträge - also für jeden einzelnen Tag im Offizieranwärterbataillon - sind verfasst und als Entwurf gespeichert.
  • Viele freundliche, aufmunternde und vor allem lobende Worte haben mich erreicht, mit vielen Menschen bin ich in den Dialog getreten. Vielen Dank dafür!

Und nun zu aktuellem Anlass: Immer wieder wurde ich gefragt, ob denn mein Blog weitergeführt werde und ob die restlichen Beiträge noch veröffentlich würden. Kürzlich schrieb mich außerdem ein netter junger Mann an, der im Juli 2016 seinen Dienst als Offizieranwärter antreten wird und auch über seine Erfahrungen und Erlebnisse schreiben möchte. Aus diesem Grund habe ich mich noch einmal an die Pressestelle der Bundeswehr gewandt, um auf dieses Projekt aufmerksam zu machen und es eventuell doch noch fortführen zu können. Nun warte ich gespannt auf eine Antwort. Bis dahin wünsche ich weiterhin viel Spaß beim Lesen und verabschiede mich

mit besten Grüßen

Kevin
        



Hier der Originalpost, welcher unter dem Titel "HINWEIS - Es geht bald weiter"  zugänglich war.




Liebe Leser,

aufgrund aktueller Entwicklungen wird dieser Blog eingestellt. Die bisher veröffentlichten Einträge bleiben bestehen. Die gute Nachricht ist: Ich habe das Angebot bekommen, mein privates Projekt in ein offizielles Medienprojekt der Bundeswehr, welches dann professioneller und an prominenter Stelle präsentiert wird, umzuwandeln.

Die ganze Geschichte:

Dieser Blog wird privat von mir geführt. Er ist nach Rücksprache mit der Redaktion der Seite bundeswehr.de auch über diese Adresse verlinkt. Hier liegt nun ein rechtliches Problem: Auch wenn ich diesen Blog privat führe, sind meine Vorgesetzten - aufgrund der Verlinkung nimmt das Ganze nämlich offiziellen Charakter an - dafür verantwortlich, dass dort keine falschen oder als dienstlich eingestuften Inhalte veröffentlicht werden. Im Gespräch mit einem hochrangigen Vorgesetzten sind wir zu folgendem Ergebnis gekommen:

Es bestehen verschiedene Möglichkeiten, wie dieser Blog weitergeführt wird.

Möglichkeit 1:

Ich betreibe den Blog privat weiter, schreibe jeden Tag einen neuen Eintrag und lasse die Verlinkung auf bundeswehr.de löschen. Ich bin in diesem Falle rechtlich persönlich haftbar. Dies könnte für mich fatale Folgen haben, sollte ich aus Versehen eingestufte Informationen oder falsche Inhalte veröffentlichen.

Möglichkeit 2:

Ich betreibe den Blog weiter, er bleibt auf bundeswehr.de verlinkt. In diesem Falle wäre mein Vorgesetzter für den Inhalt haftbar - er hätte jeden einzelnen Beitrag zu prüfen, was zeitlich nicht möglich wäre.

Möglichkeit 3:

Ich stelle den Blog ein, lasse die bisher veröffentlichten Einträge stehen - diese wurden auf ihre Rechtmäßigkeit überprüft. Es besteht kein Risiko.


Meine Entscheidung:

Ich habe mich für Möglichkeit 3 entschieden. Auch wenn ich viel Wert auf Gründlichkeit lege, könnten mir doch Fehler unterlaufen. Dies hätte schwere Konsequenzen für mich persönlich zur Folge.

Es gibt jedoch Grund zur Hoffnung!

Mein Kommandeur hat mir nach Rücksprache mit einem hohen Presseoffizier das Angebot unterbreitet, in Zusammenarbeit mit der Presseabteilung ein offizielles, rechtlich sauberes und professionelles Medienprojekt zu beginnen. Details sind noch nicht bekannt, ich erwarte in den nächsten Tagen einen Termin mit jenem Presseoffizier, bei welchem wir weitere Schritte besprechen.

Diese Seite wird weiter von mir betreut, Kommentare, Mails und Nachrichten aller Art werden gerne von mir beantwortet - lediglich bleiben neue Beiträge aus. Damit nichts verloren geht, schreibe ich jeden Tag weiter - hoffentlich findet sich dieses dann in einem neuen Projekt wieder.

Ebenfalls wichtig:

Mit meinem privat geführten Projekt habe ich - so mein Bataillonskommandeur - einen Präzedenzfall geschaffen und eine Diskussion in der Bundeswehr über die Dienstvorschriften, welche Veröffentlichungen privater Personen bezüglich der Bundeswehr regeln, angestoßen. Diese stammen noch aus den 80er Jahren - nun wurde mir mitgeteilt, dass diese in der Folge womöglich geändert und an aktuelle Entwicklungen angepasst werden. Mir wurde versprochen, mich über die Entwicklungen in diesem Fall auf dem laufenden zu halten.

Wenn ihr Fragen habt, euch einfach über die Ausbildung der Offizieranwärter unterhalten möchtet oder sonstige Anliegen habt - meldet euch gern! :)

Zuletzt möchte ich nun noch ein kurzes Resümee halten:

Nach nur drei Wochen, in welchen ich täglich über meine Erfahrungen als Offizieranwärter berichtet habe, gibt es erfreuliche Ergebnisse:

Der Blog ist auch auf bundeswehr.de, der Bundeswehr Karriere Seite und war auf der Seite des Bundesverteidigungsministeriums verlinkt.

Mein Blog steht bei Google als erstes Ergebnis, wenn nach "offizieranwärter blog" gesucht wird.

Bisher haben knapp 23.000 Menschen meinen Blog besucht.

Ich habe viel Zuspruch für mein Projekt erhalten - von Zivilsten und Bundeswehrangehörigen bis hin zu meinem Bataillonskommandeur.

Ebenfalls habe ich viele Nachrichten - von Zivilsten und Angehörigen der Bundeswehr - erhalten. Sie bestätigten mich in meinem Willen, dieses Projekt gründlich und anhaltend zu führen.

Ich bedanke mich an dieser Stelle für euer Interesse! Viele Grüße und in der Hoffnung, dass es bald weitergeht

Schütze (OA) Kevin Mack
2./ OA - Btl 1   III Zug




Freitag, 24. Juli 2015

Alarmposten & Eingewöhnungsmarsch



Tag 24

Den Tag begannen wir mit einer etwa einstündigen Unterrichtseinheit zum Thema Alarmposten und Feldposten. Wir lernten verschiedene Verhaltensformen hinsichtlich dieser Posten kennen. Im Anschluss führte der Zug (exkl. der MSG´ler) den Eingewöhnungsmarsch 6km durch. Dazu trugen alle Soldaten den Helm, ihre Koppel sowie ihr G36. Der Marsch dauerte etwa eine Stunde, worauf eine kurze Pause folgte. Nach dieser kurzen Ruhephase fand das wöchentliche Kompanieantreten statt, bei welchem der Kompaniechef die Woche kurz resümiert und einen Ausblick auf die kommende Zeit gibt. Diesmal jedoch gab es noch ein absolutes Highlight: Einer der Lehrgangsteilnehmer, welcher bereits seit einigen Jahren dient, wurde vom Kompaniechef für seine Leistungen in seiner ehemaligen Einheit mit dem Ehrenkreuz der Bundeswehr in Bronze geehrt. Euphorisch stimmten wir den Schlachtruf unserer Kompanie an:

KpChef: "2. Kompanie, klar zum"     -    "GEFECHT!"
                                     "klar zum"           "GEFECHT!"
                                     "klar zum"           "GEFECHT!"

Donnerstag, 23. Juli 2015

MSG



Tag 23

An diesem Tag nahm ich aufgrund meines Status MSG (marsch- und geländebefreit) nicht an der Ausbildung teil. Was ausgebildet wurde? Es war der zweite Tag Gefechtsdienst. Zusätzlich zum Ausbildungsinhalt wurde der Aufbau verschiedener Zeltformen beigebracht. 

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Mittwoch, 22. Juli 2015

Simulatortraining & Rechtsunterricht



Tag 22

Der heutige Tag war geprägt von pratkischer Ausbildung. Gruppenweise wurden wir den drei geplanten Stationen zugeteilt: Es sollte ein Schießtraining im Simulator erfolgen, zudem sollte am G36 eine Grundlagenwiederholung durchgeführt werden. Zudem sollten wir erstmals am Funkgerät ausgebildet werden. Eine Verletzung führte dazu, dass ich bis zum Wochenende den Status MSG (marsch- und geländebefreit) bekam und nur am Simulatorschießen teilnahm. Dieses war höchst interessant und machte zudem viel Spaß: Es wurden verschiedene Szenarien (Schießbahn, Wald) eingespielt, in welchen man mit einer vorgegebenen Anzahl Schuss eine Anzahl Feinde bekämpfen musste. Dabei sind alle Entfernungen und Größen maßstabsgetreu abgebildet, sodass reale Bedingungen geschaffen sind.













Quelle: http://fkpg.de/wp-content/uploads/Bild-3-AGSHP1.jpg


Nachdem der Vormittag vorübergegangen war und alle Ausbildungsstationen abgebaut waren, verpflegten wir. Nun begaben wir uns zu einem Unterrichtsgebäude, wo wir erstmals Rechtsunterricht - ein wichtiger Bestandteil der Offizierausbildung - erhalten sollten. Dieser war sehr interessant und es machte Spaß, mitzuarbeiten. Diesmal wurden Grundlagen durchgenommen und erste Einblicke in die Werte und Normen des Grundgesetzes gegeben. Auch wurde der Rechtsstaat sowie die wichtigsten Elemente des deutschen politischen Systems erläutert. Zum Ende der knapp 3-stündigen Unterrichtseinheit betonte der Lehrer nocheinmal: Selbstständige Nachbereitung und das eigentverantwortliche Lernen sind für den Rechtsunterricht, aber auch in der ganzen Offizierausbildung von höchster Bedeutung. 

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Dienstag, 21. Juli 2015

Gefechtsdienst



Tag 21

Heute ging es auf den Truppenübungsplatz; davon gibt es bei uns, dem größten Standort des deutschen Heeres, gleich drei Stück. Nachdem wir unsere Waffen empfangen und unser Gepäck auf einen Lastwagen geladen hatten, verlegten wir mit einem Bus in einen freien Bereich des TrÜbPl Munster. Für den sog. Gefechtsdienst tragen wir immer den sog. Gefechtsanzug. Dieser besteht aus

  • Kampfstiefel (+Socken)
  • Feldhose (+Unterwäsche)
  • T-Shirt, darüber Splitterschutzweste, darüber Feldjacke (eine etwas längere und robustere Version der normalerweise getragenen Feldbluse)
  • Koppel um den Bauch/Hüfte
  • Helm
  • Rucksack
Zurück zur Lage: Wir befinden uns auf dem Truppenübungsplatz. Nachdem wir uns auf die drei Gruppen aufgeteilt hatten, führten die Gruppenführer eine stichprobenartige Rucksackkontrolle durch. Diese fällt durchwachsen aus, weshalb uns die Konsequenzen klar gemacht werden, sollten wir in Zukunft einen unvollständigen Rucksack vorzuweisen haben. Nun marschierten wir ein Stück in den Wald hinein und suchten dort einen geeigneten Platz für unsere erste Übung: Das Tarnen & Täuschen. Dazu wurde uns zunächst eine richtige Tarnung an einem Soldaten vorgeführt und noch einige Punkte erklärt, woraufhin wir unsere Helme sowie unsere Gesichter tarnen sollten. Mittel dazu: Tarnmaterial aus der Natur sowie die Tarnschminke.














Dieser Ausbildungseinheit folgte noch eine praktische Ausbildung in den verschiedenen Bewegungsarten des Soldaten. Dazu gehören das Gehen, Kriechen und Gleiten sowie das Hinlegen und Aufstehen. Was sich einfach anhört, ist in der Praxis nicht immer fehlerfrei umzusetzen; es gibt genaue Methoden, wie man hinzufallen hat oder kriecht. Nachdem wir die Übung beendet hatten, bildeten wir erstmals eine Schützenreihe, welche uns der Ausbilder erklärte. In dieser Form verlegten wir sodann zum Sammelpunkt, wo wir unser Mittagessen empfingen (Essen mit Feldbesteck) und innerhalb der Gruppen verpflegten.
Am Nachmittag sollten wir uns nun mit den Formen der Entfaltung und dem dahingehend richtigen Verhalten vertraut machen. Wir lernten also, was ein Schützenrudel und eine Schützenreihe sind und wie diese zu bilden sind. Hier sind Abstände und Sicherungsbereiche einzuhalten und zu beachten. Ebenfalls wandten wir die wichtigsten Handzeichen zur Verständigung an und übten das richtige Überqueren und Passieren von Wegen und Straßen. Etwa zwei Stunden nach dem Mittagessen fanden wir uns wieder am Sammelplatz ein, wo wir unsere Helme, Rucksäcke und Koppeln auf den Laster hievten und dann in den Bus stiegen. Zunächst freuten sich alle, nach der nicht wenig anstrengenden Ausbildung zur Kaserne zurückgebracht zu werden, doch es sollte anders kommen:  Nach etwa 4km Strecke hielt der Bus an und wir bekamen den Befehl, draußen vor dem Bus anzutreten. Man ahnt es bestimmt: Wir legten den restlichen Weg von ca. 2km bis zur Kaserne im Laufschritt mit Gewehr zurück. Dies war teilweise schon sehr fordernd und führte dazu, dass manch einem unter die Arme gegriffen werden musste. Vor unserem Gebäude angekommen, merkten wir, dass unser Zug ob der erbrachten Leistung und der gegenseitigen Unterstützung zusammengewachsen war. Deutlich wahrnehmbar war die allgemeine Euphorie, nachdem wir diese Anstrengung gemeinsam geschafft hatten. Nun also luden wir das Gepäck vom Laster und gingen kurz auf die Stuben um etwas zu Trinken. Es folgte noch ein grobes Waffenreinigen und dann die Waffenabgabe. Für die Zeit nach Dienstschluss galt wie immer der Grundsatz "Erst die Ausrüstung, dann der Soldat".

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Montag, 20. Juli 2015

Funkverkehr & Rahmenvertrag



Tag 20

Die Woche begann mit einem relativ entspannten Tag voller Unterricht. Dabei sollten wir heute eine ganze Menge Neues kennenlernen: Zunächst wurde eine Unterrichtung zum Thema Geländekunde durchgeführt. Dort wurden die verschiedenen Geländeformen, Geländebedeckung sowie die Gewässer- und Bodenarten erläutert.
Im Anschluss an diese Unterrichtseinheit folgte eine weitere Unterrichtung. Diesmal ging es um den Fernmeldedienst bzw. Fernmeldeeinsatz. Ausführlich wurde hierbei auf die verschiedenen Verbindungsarten sowie die Anrufarten bzw. die Funkdisziplin eingegangen. Der Ausbilder legte zudem viel Wert darauf, uns über die nötigen Schutzmaßnahmen für Funknetze zu belehren. Dahingehend erlernten wir zum Beispiel, wie mithilfe der sog. Sprechtafel ganze Funksprüche verschleiert werden können. Dies war besonders interessant und machte viel Spaß! Abschließend stellte man uns noch ein gängiges Funkgerät der Bundeswehr vor. Nach diesem interessanten Ausbildungsabschnitt ging es dann zum Verpflegen in die Truppenküche.
Direkt im Anschluss lernten wir in einer weitern Unterrichtseinheit bei einem unserer Ausbilder das Grundprinzip "Tarnen & Täuschen" kennen. Dabei lernten wir verschiedene Wege des Tarnens kennen und wurden auch über die verschiedenen Möglichkeiten der Täuschung des Feindes informiert. Diese Ausbildungseinheit sollte uns bereits auf den kommenden Tag vorbereiten, wo wir eine Tarnung am Soldaten vorgeführt bekommen sollen. Nachdem auch dieser Vortrag geendet hatte, hielt der Rahmenvertragsbeauftragte für die Bundeswehr einen Vortrag über jenen Rahmenvertrag: Dieser dient seit 1962 der umfassenden Absicherung von Soldaten der Bundeswehr und der Schließung von Versorgungslücken. Nachdem auch dieser aufschlussreiche Vortrag beendet war, ging es im Laufschritt zurück zum Zug-Gebäude, wo überraschend eine Stubenkontrolle durchgeführt wurde. Dies sollte den Tag beenden, woraufhin wir in den Dienstschluss verabschiedet wurden.

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Freitag, 17. Juli 2015

Grußabnahme



Tag 17

Der Morgen begann nach dem üblichen Ablauf mit der sogenannten Grußabnahme. Dabei prüft ein Ausbilder die Soldaten - einzeln - im militärischen Grüßen. Der Ablauf: Unser Zug stand angetreten im Flur und der Ausbilder rief Einen nach dem Anderen zu sich ins Dienstzimmer, wo der Soldat den militärischen Gruß ausführen sollte. Dieser muss in einer ganz bestimmten Weise geschehen - also nicht einfach Hand zum Kopf wie man es vielleicht mal im Film gesehen hat. Erst nach Bestehen dieser Grußabnahme darf man bzw. hat man die militärischen Vorgesetzten mit diesem Gruß zu grüßen. Vorher reichte bzw. war lediglich erlaubt ein einfaches "Guten Tag". Nachdem diese Prüfung durchgeführt wurde, verlegte der Zug in einen Saal der Truppenküche, wo sich nun die ganze Kompanie zusammenfinden sollte, um eine Vertrauensperson zu wählen. Diese fungiert in Problemfällen als Vermittler, Berater und Helfer zwischen Soldaten und Vorgesetzten. Die Wahl war gut organisiert und die Kandidaten stellten sich vor. Etwa eineinhalb Stunden später fanden wir uns wieder im Flur unseres Zuges zusammen und erhielten den Befehl, für das anstehende Konditionstraining unseren Sportanzug anzulegen. Kurze Zeit später begannen wir einen 6km Lauf durch die Natur. Nach Beendigung dieses erfrischenden Laufes wurden wir ins Wochenende - heute um 11:00 - verabschiedet.

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Donnerstag, 16. Juli 2015

Militärseelsorge



Tag 16

Wir verlegten um 07:30 mit dem Bus aus der Kaserne zum Standort der Militärseelsorge in der Stadt Munster. Die sogenannte Oase ist ein auf den ersten Blick sympathischer Treffpunkt. Begrüßt wurden wir heute von einem Militärpfarrer, welcher uns in einen großen Saal führte. Dort hielt er einen interessanten Vortrag über das vielfältige Aufgabenspektrum der Militärseelsorge und berichtete von vielen eigenen Erfahrungen. Zum Ende des ca. einstündigen Vortrags machten wir eine ausgiebige und gehaltvolle Pause: Es wurden schmackhafte Brötchen und guter Kaffe und Tee serviert. Übrigens: Wer Kirchenmitglied ist, zahlt seine Kirchensteuer nunmehr an die Militärseelsorge statt an die "normale" Kirche. Nach der Pause erhielten wir vom Pfarrer eine interessante Gruppenaufgabe; es galt, verschiedene Fragestellungen zum Thema Dienen, Treue und Kameradschaft zu beantworten. Nachdem wir unsere Ergebnisse vorstellten und das Programm soweit beendet war, verließen wir die Oase wieder. Neben der Tür lagen nun viele Exemplare des Neuen Testaments, eines kirchlichen Soldatengesangbuchs und des offiziellen Magazins der Militärseelsorge zum Mitnehmen aus. Wir verlegten also wieder zurück in die Kaserne. Dort hatten wir etwas freie Zeit, die wir z.B. zum Lernen oder zum Aufräumen der Stuben nutzten. Dann gab es Mittagessen.

Am Nachmittag standen die Dichtigkeitsprüfung unserer ABC - Schutzmasken sowie die Einweisung in den Kraftraum (Fitnessstudio) der Kaserne an. Ebenfalls sollten wir noch Passbilder für den Truppenausweis machen. Es bildete sich also eine lange Schlange vor dem für die Prüfung der Masken genutzten Raum. Währenddessen wurde bereits die erste Gruppe in den Kraftraum geführt: Dort erklärte einer der Ausbilder, wie die Geräte funktionieren und was man beachten muss. Mitten im Nachmittag marschierte der Zug dann aufgrund von Zeitüberschneidungen zum Fototermin. Nachdem auch dies geschehen war, ging es zurück zum Gebäude und die Prüfungen der Masken wurden weitergeführt. Nach einiger Zeit hatten alle ihre vorgesehenen Programmpunkte erfüllt und wurden etwas verspätet in den Dienstschluss verabschiedet.

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Mittwoch, 15. Juli 2015

Erstausbildung Pistole



Tag 15

Der heutige Tag stand ganz im Zeichen der Waffenausbildung. Schon am Vorabend war auf den Stuben ein reges Rucksackpacken und Nähen von Koppeln zu beobachten. Um 07:30 standen wir bereits in voller Gefechtsmontur - also Rucksack, Helm und Koppel - in einer Schlange vor der Waffenkammer. Dort erhielten wir unsere G36 Gewehre, von welchen jeder ein ganz Bestimmtes Exemplar zugeordnet bekommt. Außerdem mussten wir noch einige Mauerreste - also Nachbildungen von Mauerresten für Übungszwecke - auf die für unsere Übungen genutzte Wiese tragen. Nach dem Aufbau der Station wiederholten wir zunächst die mittlerweile zur Routine gewordenen Abläufe wie Sicherheitsüberprüfung, Funktionsprüfung, PSK sowie das Zerlegen und Zusammensetzen des Gewehres. Anschließend gingen wir erneut die Ladetätigkeiten - also entladen, teilladen und fertigladen durch und probten erstmals auch das schnelle Wechseln von Magazinen. Ebenfalls neu war die Störungsbeseitigung. All diese Abläufe funktionieren natürlich nicht auf Anhieb und bei nicht wenigen noch mit vielen Fehlern - unser Ausbilder hat es daher oft wiederholt: Je öfter wir diese Abläufe üben, desto mehr Routine bekommen wir und desto schneller und korrekter können wir mit der Waffe arbeiten. Weiter gingen wir diverse Anschlagsarten mit dem Gewehr durch und studierten noch die Haltungen des nSAK (neues Schießausbildungskonzept). Nach einer dreieinhalbstündigen Ausbildungseinheit kehrten wir sichtlich angestrengt zum Gebäude zurück und gaben unsere Waffen ab.














Quelle: www.bundeswehr.de

Nach der Mittagspause fanden wir uns in unseren Gruppen zum Stubenunterricht zusammen. Heutiges Thema: Die Pistole P8, der Standardpistole der Bundeswehr. Wie üblich lernten wir in dieser ersten Einweisung die Baugruppen und die Funktionsweise der Waffe kennen. Nach 90 Minuten Unterricht verlegten wir erneut auf die Übungswiese, wo wir bereits in dieser Einheit viele Tätigkeiten - zu nennen sind hier die Sicherheitsüberprüfung, das Zerlegen und Zusammensetzen, die Funktionsprüfung sowie die Ladetätigkeiten - durchführten und übten. Mir persönlich bereitete der Umgang mit dieser Waffe deutlich mehr Freude als mit dem G36 - dies ist aber natürlich Geschmackssache. Nach dieser interessanten Praxisausbildung wurden wir pünktlich um 17:00 in den Dienstschluss verabschiedet.

Ganz wichtig: Von den Soldaten wird erwartet, dass sie sich nach Dienstschluss selbstständig fit halten und ihre Leistung entsprechend steigern, um mindestens die grundlegenden sportlichen und körperlichen Anforderungen zu erfüllen. Viele Soldaten nutzen daher die freie Zeit nach Dienstschluss, um auf dem gepflegten Sportplatz in vielfältiger Weise Sport zu treiben. Ich schloss mich an diesem Abend mit einem Kameraden meiner Ausbildungsgruppe zusammen, um einen 6km Marsch mit Gepäck, in diesem Fall ca. 15kg im Rucksack, zu absolvieren. Man konnte sich austauschen und einfach quatschen, tat gleichzeitig etwas für seine Gesundheit/Leistungsfähigkeit und fühlte sich hinterher einfach super.

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Dienstag, 14. Juli 2015

Empfang im Panzermuseum



Tag  14

Nach einem verlängerten Wochenende begab ich mich am Montagabend
mit dem Auto zurück in die Kaserne. Dort fanden sich bereits viele Kameraden ein. Prinzipiell gilt die Regel: Die Mannschaftssoldaten haben bis um 06:00 morgens Ausgang, d.h. sie müssen sich spätestens um 06:00 morgens wieder in der Kaserne einfinden.
Nachdem wir bis um 06:45 die Reviere gesäubert haben und unsere Stuben gereinigt haben - all dies muss jeden Morgen sauber durchgeführt werden - traten wir um kurz vor Sieben Uhr an. Zum Antreten erscheint der Zug mittlerweile ein wenig früher, um sich noch ordentlich auszurichten und um kurz vor Sieben Uhr fertig zu stehen. An diesem Morgen führten die Vorgesetzten eine Anzug- und Rasurkontrolle durch - für das Erscheinungsbild des Soldaten es exakte Vorgaben - woraufhin einige von uns noch einmal austreten mussten, um sich später mit verbesserter Rasur, verbessertem Stiefelputz oder gerichtetem Anzug zu melden.

Nach der Durchführung der angeordneten Maßnahmen marschierten wir - wie immer geschlossen im Zug - im Gleichschritt zum Unterrichtsgebäude, wo wir den ganzen Vormittag über Unterrichtungen erhalten sollten. Zum einen stellte sich der Rechnungsführer (ReFü) vor, welcher uns über bestimmte Fristen und Regeln bezüglich bestimmter Zulagen wie z.B. Trennungsgeld oder Umzugskostenvergütung informierte. Dies dauerte etwa eine Stunde. Im Anschluss stellte sich Funktionär des DBwV (Deutscher Bundeswehr Verband) vor. Der Deutsche Bundeswehrverband ist de facto die Gewerkschaft der Soldaten; er setzt sich in vielerlei Hinsicht und gerade auch auf hoher politischer Ebene für die Soldaten der Bundesrepublik ein. Diese besitzen zwar - anders als zivile Arbeitnehmer - kein Streikrecht, doch dürfen Sie sich auch organisieren. Der Verband existiert nun bereits seit 1956 und hat etwa 200.000 Mitglieder. Der drei Stunden währende Vortrag war absolut informativ und hat fast den ganzen Zug davon überzeugt, in den Verband einzutreten.

Am Nachmittag stand ein besonderes Event an: Die Bürgermeisterin der Stadt Munster empfing gemeinsam mit einem General das gesamte Offizieranwärterbataillon im nur etwa zweihundert Meter entfernten Panzermuseum. Dort konnten wir nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung freie Getränke empfangen und das Panzermuseum ganz in Ruhe besichtigen. Wer sich für Militärgeschichte oder Panzer interessiert, ist hier genau richtig!

Um 16:00 etwa wurden wir dann nach einem tollen und interessanten Tag in den Dienstschluss verabschiedet.

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Donnerstag, 9. Juli 2015

Waffenkunde & Belehrungen



Tag 9

Wie immer startete der Tag mit dem morgendlichen Aufräumen und Reinigen von Stube & Revier und dem anschließenden Antreten. Der Vormittag sollte dann etwas entspannter vonstattengehen: Wir verbrachten die Zeit bis zum Mittagessen mit Vorträgen über Wehrrecht, Ballistik und Waffenkunde sowie dem richtigen Verhalten auf Truppenübungsplätzen und Schießständen. Hier waren einige Belehrungen zu unterschreiben. Diese Themen darf man absolut nicht unterschätzen und muss sie wirklich ernst nehmen und verstehen, da sie weitreichende Konsequenzen für sich selbst, aber auch für andere Soldaten haben können. Nachdem wir noch zu Mittag gegessen haben, fand ein Kompanieantreten statt. Dort verabschiedete uns der Kompaniechef in das verlängerte Wochenende. Dieses geht von Donnerstag Mittag bis zum nächsten Antreten am Dienstagmorgen. Warum überhaupt ein verlängertes Wochenende? Aufgrund der Tatsache, dass wir am ersten Wochenende Dienst hatten, bekommen wir nun einen Wochenenddienstausgleich. Voller Freude aufs Zuhause brüllten wir dem Kompaniechef noch ein kräftiges "Hurra!" entgegen und verabschiedeten uns ins Wochenende.

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Mittwoch, 8. Juli 2015

Sozialdienst & G36



Tag 8

Der Tag begann nach dem üblichen morgendlichen Ablauf mit einem Vortrag einer Mitarbeiterin des Sozialdienstes der Bundeswehr. Dieser hilft und berät in vielen verschiedenen Situationen und Angelegenheiten - unter anderem bezüglich der sozialen Absicherung durch Versicherungen. Nachdem der facettenreiche Vortrag beendet war, führten wir im Zugrahmen Formaldienst durch; dieser wurde immer wichtiger, da die feierliche Vereidigung am 30. Juli immer näher rückt. Nachdem der vormittägliche Dienst getan war und wir verpflegt hatten, bereiteten wir uns auf eine erneute Ausbildung am G36 vor. Rucksäcke wurden gepackt und der Gefechtsanzug vorbereitet. Wir rückten also erneut vor den Block aus und übten auf der Wiese die verschiedenen Abläufe und Prüfungen, die es am Gewehr durchzuführen gilt. Heute kamen noch einige Stellungen hinzu, welche gerade für den Rücken sehr belastend sein können. Nach mehrstündigem Üben also verlegten wir zurück in unser Gebäude und lernten dort noch, wie man die Waffe richtig reinigt.

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Dienstag, 7. Juli 2015

Erstkontakt G36



Tag 7

Der heutige Tag ist ein ganz besonderer - zumindest für uns Rekruten. Auf dem Plan steht der erste Kontakt mit dem Gewehr G36, dem Standardgewehr der Bundeswehr. Dazu führten wir ab acht Uhr morgens einen 90 - minütigen Stubenunterricht (die drei Gruppen des Zuges versammeln sich jeweils auf einer Stube und werden dort durch die Gruppenführer unterrichtet) zu der Waffe durch. Wir lernten die verschiedenen Baugruppen und Bauteile kennen und konnten uns die Waffe näher ansehen. Auch lernten wir die Visiereinrichtung zu verstehen.

Nachdem der Unterricht beendet war, stellten wir uns vor der Waffenkammer auf, um unsere Waffe zu empfangen. Jeder Soldat bekommt eine Waffe zugeteilt. Dann verlegten wir wieder auf die Stuben, um unseren Gefechtsanzug - bestehend aus Rucksack, Koppel, Splitterschutzweste und Feldjacke - vorzubereiten und anzulegen. Ich persönlich war vom Gewicht und der Unbeweglichkeit, die man mit der ganzen Ausrüstung erfährt, überrascht. Dies alles musste sehr rasch geschehen, da wir vor der Mittagspause fertig sein sollten.

http://www.bundeswehr.de/resource/resource/MzEzNTM4MmUzMzMyMmUzMTM1MzMyZTM2MzEzMDMwMzAzMDMwMzAzMDY4MzAzOTZkMzM2NjZmNzIyMDIwMjAyMDIw/image_large.jpg
















 Quelle: http://www.bundeswehr.de/

Nachdem wir verpflegt hatten und wieder auf Stube saßen, ging es zur Waffenausbildung nach Draußen. Dort breiteten wir auf einer Wiese unsere Zeltplanen als Unterlage aus. Auf diese werden dann die Rucksäcke als Gewehrunterlage gelegt. Die nächsten drei Stunden verbrachten wir mit dem Kennenlernen der Waffe, dem Durchführen der Sicherheitsüberprüfung und dem korrekten Zerlegen und Zusammensetzen der Waffe. Auch die Funktionsprüfung und die Ladetätigkeiten wurden immer wieder geübt. Nach Beendigung dieser hochinteressanten Ausbildungseinheit gaben wir die Waffen wieder ab und zogen wieder den Standard-Feldanzug (statt Feldjacke die Feldbluse) an, um zum Dienstschluss anzutreten.

Der Umgang mit dem Gewehr macht übrigens viel Spaß - hier kann man direkt Erfolge messen: Je öfter man übt, desto schneller kann man das Gewehr zerlegen und wieder zusammensetzen.

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Montag, 6. Juli 2015

Englischtest & Sportunterricht



Tag 6

Die neue Woche bringt viel Neues mit sich: Die beiden Offizieranwärterbataillone der Bundeswehr - in Munster und in Hammelburg - führen dieses Jahr für die Bundeswehr ein Pilotprojekt durch: Die 41 Stunden - Woche. Für unseren Dienstplan bedeutet das: Jeden Tag ist von 07:00 bis 17:00 Dienst zu verrichten, der Rest der Zeit steht dem Soldaten zur freien Verfügung. Dadurch werden aller Vorraussicht nach einige Ausbildungsbestandtteile für uns wegfallen. Da wir nun jedoch oft im Gelände sein werden, führe ich hier einmal einen Beispieltag auf:

  • 06:00 Aufstehen
  • bis 06:55 Stuben & Reviere (z.B. Flur, Duschen, Treppenhaus) reinigen und aufräumen
  • um kurz vor sieben Uhr morgens bereit sein für das erste Antreten
  • 07:00 Antreten im Flur mit dem gesamten Zug - Einweisung in den Tag durch Zugführer/Ausbilder
  • bis ca. 07:45 Ausbildungsvorbereitung wie z.B. Rucksack packen, Gefechtsanzug vorbereiten
  • 08:00 Ausbildungsbeginn
  • bis ca. 12:00 Ausbildung 
  • 12:00 bis 12:45 Mittagessen in der Truppenküche 
  • anschließend zurück ins Gebäude und vorbereiten für Nachmittagsausbildung
  • 13:00 bis 16:30 Ausbildung
  • 16:30 bis 17:00 Ausbildungsnachbereitung o.ä.
  • ca. 17:00 Antreten im Flur mit dem gesamten Zug - Ankündigungen, Organisation, Ausblick nächster Tag durch Zugführer/Ausbilder, dann Verabschiedung in den Dienstschluss 

Nun aber zum heutigen Tag: Nachdem wir um 07:00 angetreten waren, verbrachten wir nach einer kurzen Einweisung in den Tag die Zeit bis zum Verlegen auf Stube. Ganz wichtig: Viel Trinken! Das wird von allen Ausbildern ständig wiederholt, da die Temperaturen und die Ausbildung sehr anstrengend sind. Um kurz vor 08:00 schließlich traten wir vor dem Block an, um im Gleichschritt - was immer besser funktionierte - zum Unterrichtsraum zu marschieren. Dort erwartete uns ein Englischtest. Dieser dient der Einstufung in Leistungsklassen. Für den Soldaten und seine Lehrgangsnote bedeutet das jedoch nichts; es geht darum, das Sprachniveau zu prüfen, um einschätzen zu könne, ob und welche Sprachausbildung im Sprachenlehrgang in Idar-Oberstein erforderlich ist. Dort soll die für das Studium und die weitere Laufbahn erforderliche Fremsprachenkenntnis im Schwerpunkt Englisch erworben werden (SLP 3332). Für den Test hatten wir zwei Stunden Zeit. Im Anschluss erwartete uns nach einer kurzen Pause noch eine zweistündige Ausbildungseinheit Formaldienst. Zum Ende der Ausbildung erlernten wir die ersten Schritte im Grüßen - also der Gruß, mit dem sich Soldaten grüßen. Diesen dürfen neue Soldaten erst nach der sog. Grußabnahme - welche meist mit der Vereidigung bzw. dem Gelöbnis einhergeht - ausführen.

Nach dem Mittagessen zogen wir uns um - der Nachmittag brachte den ersten Sportunterricht. Dazu erhielten wir zunächst einen interessanten und informativen Theorieunterricht über Sport & Bewegung im Alltag und Beruf, hier speziell auf den Beruf des Soldaten bezogen. Wir lernten einiges über die Funktion und Aufbau von Sportprogrammen und dem Körper. Nach Beendigung des Unterrichts verlegten wir auf den Sportplatz und führten dort etwa zwei Stunden lang Mobilisationstrainings durch und wechselten zwischen statischen und dynamischen Belastungen. Die letzte halbe Stunde führten wir ein HIIT (High Intensity Interval Training) durch. Am Ende waren alle total geschafft, aber aufgrund der erbrachten Leistung fühlten wir uns super. Mit einem langsamen Auslaufen beendeten wir das Training. Nun stand nur noch Duschen und das letzte Antreten für den Tag auf dem Plan.

Übrigens: Nach Dienstschluss kann man sich in Munster auf vielseitige Art und Weise die Zeit vertreiben: Es gibt einen tollen Badesee, viele Geschäfte (insbesondere für militärische Bekleidung) und leckere Restaurants.

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Sonntag, 5. Juli 2015

Übergabeappell



Tag 5

Auch heute klingelte der Wecker wieder um 05:30. Nachdem wir um 06:15 antreten mussten, verlegten wir in die Truppenküche und frühstückten. Im Anschluss wurden wieder diejenigen, die Aufgrund von Schulveranstaltungen abwesend waren, ausgegliedert und absolvierten zusammen mit einem anderen Zug der Kompanie den Basis Fitness Test der Bundeswehr (BFT). Zwei Stunden später fanden wir uns wieder im Gebäude unseres Zuges ein und meldeten uns beim Zugführer. Duschen und Ankleiden hatten innerhalb von 30 Minuten zu erfolgen, um anschließend im Flur wieder anzutreten. Dort erhielten wir eine Stunde lang Unterricht durch einen unserer Ausbilder, Thema diesmal: Die verschiedenen Anzugarten- und Formen der Bundeswehr.

Nachdem auch dieser beendet wurde, machten wir uns fertig für den folgenden Appell. Dabei sollte ein Kompaniechef, welcher in eine andere Dienststelle versetzt wird, durch einen neuen Chef ersetzt werden. Um dieser Übergabe einen formalen und würdigen Rahmen zu verleihen, fand nach einer ordentlichen Mittagsverpflegung ein Übergabeappell auf dem Exerzierplatz statt. Dazu traten alle Züge vor ihren Gebäuden an und marschierten auf dem Platz auf, um nach einigen Minuten ihre festen Positionen einzunehmen. Schließlich standen etwa 600 Soldaten/Soldatinnen in Uniform auf dem Platz und erwarteten den Bataillonskommandeur. Dieser hielt eine erneute Begrüßungsrede zu uns Offizieranwärtern und sprach in einer zweiten Rede den scheidenden Kompaniechef (im Dienstgrad eines Majors) an. Anschließend übergab der bisherige Chef die Kompaniefahne an den neuen Kompaniechef (Diensgrad Hauptmann). Mehrere Male wurde der Appell durch preußische Militärmusik unterlegt und am Ende folgte die Nationalhymne. Ein ganz besonderes Highlight war das Ende des Appells: Der scheidende Kompaniechef gehörte ehemals der Panzertruppe an. Nach einigen Fotos der Presse rollte plötzlich ein kleiner Modellpanzer auf den Platz und nahm neben dem Major seinen Platz ein. Doch das sollte es nicht gewesen sein: Zum Schluss rollte ein Leopard 2 Kampfpanzer auf den Exerzierplatz, auf welchen der nun ehemalige - und sehr gerührte - Kompaniechef aufstieg und wegfuhr.

Nachdem der Appell beendet war, verlegten wir im Marsch - dieser funktionierte mittlerweile schon sehr gut - zurück zum Gebäude, wo wir wieder in den Feierabend verabschiedet wurden - diesmal jedoch mit dem Schlachtruf unseres Zuges:

"Kämpft" -     ganzer Zug: "Hart!"
"Brüllt" - "Laut!"
"Gebt auf" - "Niemals!"

Im Chor mit knapp 50 Kameraden klingt ein solcher Schlachtruf einfach unglaublich!

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Samstag, 4. Juli 2015

Wochenenddienst



Tag 4

Ich meldete mich am Folgetag meiner Entlassungsfeier um ca. 11:00 zurück beim Zugführer. Nachdem ich alle Sachen verstaut hatte und meinen Feldanzug angezogen habe, gab es von 12 bis 13 Uhr Mittagessen. Von 13-15 Uhr führten wir wieder eine praktische Unterrichtseinheit Formaldienst durch. Im Anschluss traten alle, die am vorigen Tag (Freitag) nicht anwesend waren, mit einem anderen Zug vor den Kompaniechef an, welcher uns zu Soldaten auf Zeit (SaZ) ernannte und uns eine Ernennungsurkunde überreichte. Das bedeutete jedoch auch wieder eine ganze Menge Papierkram. Diese dauerte etwa von 15:30 bis 16:45. Wir traten also wieder vor unserem Zugführer an, der uns in den nächsten Tag einwies und uns um 17:00 in den Dienstschluss verabschiedete. Wir verpflegten noch in Ruhe und gingen dann duschen. Gegen 19:00 fuhren wir mit dem Auto zum Einkaufen im Großmarkt ein paar Straßen weiter, und verbrachten danach den Rest des Abends auf Stube.

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Freitag, 3. Juli 2015

Formaldienst & Abiturentlassung



Tag 3

Auch heute klingelt der Wecker um 05:30. Wir haben eine Liste bekommen, die wir morgens vor dem Antreten erledigen sollen: Darauf stehen Aufgaben wie Stubenreinigen, Hygiene sicherstellen und Müll ausleeren. Nach einem kurzen Antreten um 06:20 gab es wieder Frühstück, welches für alle Vorgedienten und uns, die wir am Tag davor schon beim Arzt waren, deutlich länger ausfiel: Der Zug musste heute geschlossen zum Sanitätsdienst und dort die wichtigen Unterlagen abgeben. Nachdem wir also bis halb acht gefrühstückt hatten, konnten wir es uns erst einmal auf unseren Stuben bequem machen. Diese Zeit soll jedoch genutzt werden, weshalb ich mich z.B. dem Lernen der verschiedenen Dienstgrade des Heeres widmete.











Quelle:
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/fb/Dienstgradabzeichen2.png


Hier ist es allerdings nicht gerade förderlich, wenn man nur aus dem Fenster zu blicken braucht, um Panzer vorbeirollen zu sehen - und zu hören.

Nach einiger Zeit führten wir dann einen 6km Lauf durch, welcher schon ziemlich schweißtreibend war - trotz vorherigen Übens. Im Anschluss wurde auf Zecken kontrolliert und geduscht.

Um 10:00 wurden wir dann erstmals praktisch im Formaldienst unterrichtet. Formaldienst ist das Synonym für Exerzieren und dient dem Einüben bestimmter Bewegungsabläufe in der Formation.
Nach zwei Stunden schweißtreibendem Unterrichts - man bedenke, dass dieser auch bei 30°C in der Sonne durchgeführt wird - ging es zurück ins Gebäude.

Für mich hieß es für diesen Tag Abschied zu nehmen: Ab 12:00 hatte ich Sonderurlaub, um an der Abiturzeugnisverleihung meiner Schule in Hamburg teilzunehmen.

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Donnerstag, 2. Juli 2015

Wir im Heer



Tag 2

Etwas müde geht es heute morgen um 05:30 weiter. Der Wecker klingelt. Nach einem langsamen Wachwerden musste ich mich im Gegensatz zu meinem vorgedienten Stubenkameraden beim Anziehen und Fertigmachen etwas beeilen, da ich noch nicht alle Abläufe und Handgriffe drauf habe. Das erwartet aber auch keiner. Um 06:20 schließlich tritt unser Zug in zwei Gliedern auf dem Flur an - also in zwei Reihen hintereinander. Nach einer kurzen Ansage unserer Ausbilder verlegten wir in die Truppenküche, um bis sieben Uhr zu verpflegen. Nach einer kurzen Pause versammelten wir uns wieder vor dem Gebäude, um zu einem etwas weiter entfernten Unterrichtsgebäude zu marschieren. Das Verlegen dorthin wurde bereits in Formation durchgeführt, was natürlich noch nicht sonderlich professionell aussah.

Um 08:00 begann dann für uns (die gesamte zweite Kompanie) der Unterricht durch den Kompaniechef. Dabei wurden allgemeine Informationen und Überblicke zu Themen wie Wehrrecht, der Bundesrepublik Deutschland (Geschichte, Militär) oder Sicherheitspolitik vermittelt. Nachdem einige Zeit vergangen war, begrüßte uns der Kommandeur des Offizieranwärterbataillons 1. Er sprach aus, was wohl die meisten in dem Raum dachten: Wenn 200 Soldaten/Soldatinnen mit einem lauten "Guten Morgen Herr Oberstleutnant" antworten, bekommt man schonmal Gänsehaut. Am Rednerpult hielt der Kommandeur eine interessante, motivierende und humorvolle Begrüßungsrede zu uns Offizieranwärtern und und machte uns auf das Motto der Ausbildung aufmerksam: "Wir im Heer - Ausbildung mit Leidenschaft". Er sprach in überzeugender Weise die Professionalität und Leidenschaft, mit der das Heer der Bundeswehr arbeitet, an und zeigte uns dazu noch dieses kurze Video:  Wir sind das Heer
Im Anschluss an seine Rede fand sogar noch eine Beförderung eines Unteroffiziers statt, was natürlich sehr interssant war und anschließend vom Kommandeur noch erläutert wurde.
Um den Kommandeur aus dem Saal zu verabschieden, endete die Stunde mit einem lauten

(Kommandeur) "Wir - dienen"

(Soldaten) "Deutschland!"

Nach einer längeren Pause folgte erneut Unterricht beim Kompaniechef. Nachdem auch dieser Teil abgeschlossen war, gab es noch Mittagessen. Aufgrund meiner am nächsten Tag anstehenden Abiturzeugnisfeier bestritt ich bereits an diesem Nachmittag mit zwei weiteren Kameraden mehrere verpflichtende Arztbesuche. Damit verbrachten wir den größten Teil des Nachmittags. Anschließend kehrten wir auf unsere Stuben zurück und warteten auf den Rest des Zuges, der immernoch Unterricht hatte. Um 18:00 etwa gab es dann für alle Abendessen, dem der Dienstschluss folgte. Also ab in die Dusche und dann ins Bett.

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Mittwoch, 1. Juli 2015

Der erste Tag



Tag 1

Es ist soweit. Der Tag des Dienstantritts für uns Offizieranwärter (Heer) ist gekommen. In der Aufforderung zum Dienstantritt war die Anreise zwischen 10 und 18 Uhr angegeben. Mein neuer Arbeitsplatz für die nächsten sechs Monate wird die Panzertruppenschule Munster sein, welche das Offizieranwärterbataillon 1 beherbergt (OA - Btl 1). Dort werde ich zusammen mit knapp 200 Kameraden in der 2. Kompanie meinen Dienst antreten. Insgesamt umfasst das Bataillon 600 Männer und Frauen, welche auf drei Kompanien aufgeteilt sind. Diese gliedern sich wiederum in vier Züge zu je etwa 50 Soldaten. Zunächst aber zurück zur Anreise: Damit ich pünktlich am Standort eintreffen konnte, machte ich mich um 8 Uhr morgens auf den Weg. Von meiner Heimat in Hamburg brauche ich etwa 90 Minuten mit dem Auto. Nachdem ich in meiner Kaserne ankam und vor dem Gebäude meiner Kompanie parkte, meldete ich mich im Personalbüro. Dort wurden alle Neuankömmlinge einem Zug zugeteilt. Die diensthabende Frau Personalunteroffizier schickte mich zum dritten Zug (2./OA - Btl 1 III Zug). Einige Dokumente waren noch abzugeben, bevor ich mich in das Nachbargebäude begab und mich beim dritten Zug meldete.

Dort erhielt ich einen Umschlag voller Dokumente und ein Laufzettel zum Abarbeiten. Ersteinmal konnte ich jedoch meinen Rucksack und meinen Koffer in meine Stube räumen. Besonders überraschend: Wir schlafen in Zweibettzimmern - was jedoch nicht bedeutet, dass sie größer sind! Nachdem auch der Laufzettel mit seinen vielen bürokratischen Aufgaben erledigt war, gab es um 12:00 mit einigen Kameraden in der Truppenküche (eine ganz normale Kantine) ein ordentliches und sehr schmackhaftes Mittagessen. Gegen 14:00 dann verlegten wir mit dem Bus zur LHBw, der Bekleidungsgesellschaft der Bundeswehr, wo wir unsere Uniformen und unsere Ausrüstung bekommen sollten. Schon bei der Fahrt durch die Kaserne bekamen wir etliche Panzerfahrzeuge aller Art zu sehen.

Der anschließende Bekleidungsvorgang allerdings zog sich zum allgemeinem Leidwesen bis etwa 18:00 hin, weshalb wir uns um halb Sieben umso mehr auf die ausgeteilten Lunchpakete freuten! Nach einer weiteren Stunde des Wartens verlegten wir zurück zum Zuggebäude und räumten unsere Ausrüstung in die Spinde. Besonders hilfreich war dabei der Rat der Vorgedienten: Fast jedem neuen Soldaten wurde ein vorgedienter Soldat, z.B. solche, die bis dato freiwilligen Wehrdienst geleistet haben oder aus einer abderen Laufbahn in die der Offiziere wechseln. Dies soll eine bessere und schnellere Integration in die Truppe ermöglichen. Um 22:00 schließlich mussten wir erstmals in unserem Feldanzug antreten. Das Antreten erfolgt mehrmals am Tag nach jeder Pause. Dabei werden wir von den Gruppenführern vom Dienstgrad Hauptfeldwebel in unsere Aufgaben eingewiesen. Morgens und abends unterrichtet uns zudem unser Zugführer über anstehende Ausbildungsabschnitte und Organisatorisches. Er verabschiedet uns auch in den Dienstschluss, worauf wir alle mit einem lauten "Hurra!" antworten. Um 23:00 endlich konnten wir uns schlafen legen, was angesichts des anstrengenden Tages - ja, auch Warten kann anstrengend sein - nicht schwerfiel.

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Samstag, 16. Mai 2015

Prolog

Nur noch 46 Tage! In meinem ersten Beitrag möchte ich mal den bisherigen Verlauf in Sachen Bundeswehr darstellen.

Da es schon immer mein größter Wunsch war, Soldat zu werden, habe ich mich im Herbst 2014 mit meinem Karriereberater zusammengesetzt. Da ich schon ein ziemlich großes Vorwissen hatte, konnten wir tiefer ins Detail gehen und viele interessante Aspekte durchgehen. Er gab mir dann die Bewerbungsunterlagen mit. Die sollte ich möglichst direkt nach Erhalt des SIII - Zeugnisses abgeben.
Nachdem diese endlich vorlagen, habe ich mit meiner Vater alle Unterlagen ausgefüllt und zum Karriereberater gebracht. Der hat alles noch einmal überprüft und dann weggeschickt. Wohin?
Zur Offizierbewerberprüfzentrale nach Köln - mittlerweile wird es "Assessmentcenter für Führungskräfte der Bundeswehr" genannt. Innerhalb von 3 Wochen kam dann auch schon die Einladung nach Köln. Mit dabei waren zwei Bahnkarten.

Im ACFüKrBw habe ich 3 mehr oder weniger anstrengende Tage erlebt, die mit guter Vorbereitung aber wirklich leicht zu bestehen waren. Der erste Tag bestand weitestgehend aus Warten. Währenddessen lernte man die anderen Mitbewerber - etwa 40 Jungs und 10 Mädchen - kennen. Nachmittags gab es einen Einweisungsvortrag, in dem uns die folgenden zwei Tage ausführlich erläutert wurden. Abends waren wir in einem Restaurant der Kaserne essen und sind um ca. 22 Uhr ins Bett gegangen.

Der Wecker klingelte um 4 Uhr. Da es nur wenige Duschen gab, mussten wir früh aufstehen, denn um 05:45 gab es bereits Frühstück. Kurze Zeit später - um 06:10 - saßen wir schon in einem Saal und schrieben einen Aufsatz. Wer fertig war, verließ den Saal mit seinem Laufzettel. Darauf stand ganz genau, wer wann an welcher Station sein sollte. Wer sich das ganze mal anschauen möchte, HIER ein Video dazu. Eine der letzten Stationen war dann das Prüfgespräch. Nach einer kurzen Beratungszeit der Prüfer wurde man wieder in den Raum geholt und erfuhr, ob man zum Offizier geeignet ist oder nicht. Diese Offiziereignung ist jedoch noch keine Zusage. 

Am dritten Tag konnten wir ausschlafen - bis 05:30. Nach kurzem Frühstück ging es zum Sporttest. Der war für jeden zu schaffen, besonders sportlich musste man nicht sein. Nach einer Dusche und dem Reinigen der Stuben sowie dem Packen meldete man sich im Warteraum, um auf das Finale zu warten. Die Spannung stieg und immer mehr Leute kamen mit Sofortzusagen zurück (Es gibt Absagen und Sofortzusagen. Alle anderen werden auf die Warteliste gesetzt). Nach etwa einer Stunde wurde ich endlich aufgerufen. Mein Einplaner war super nett und gratulierte mir zu dem guten Ergebnis. Dann kam er auf meine Karriere zu sprechen.

Mein Ziel: 

Offizier im Heer, Truppengattung Fallschirmjäger, Studium der Betriebswirtschaftslehre in Hamburg.

Das Ergebnis:

Ich habe alle Wünsche erfüllt bekommen und eine Sofortzusage für alle Bereiche bekommen. Super glücklich bin ich dann raus ins Wartezimmer und habe auf einen anderen Bewerber meiner Stube gewartet. Das war interessant:

Er hatte mehrere Jahre Wartesemester für ein Medizinstudium und in dieser Zeit eine Ausbildung zum Arzthelfer gemacht. Dann hat er sich als Offizier und für ein Medizinstudium bei der Bundeswehr beworben - erfolgreich. Er wäre auf die Warteliste gekommen, hat jedoch abgelehnt, da er schon in diesen drei Tagen gemerkt hat, dass die Bundeswehr nichts für ihn ist. 
Wir haben uns dann ein Taxi zum Köln HBF genommen, wo genau in diesem Moment mein Zug einfuhr. Zur Krönung des Tages konnte ich mich dann in ein freies Abteil in der ersten Klasse setzten, welches ich mir für 4 Stunden mit lediglich einem anderen Mann teilte. Hatte also schön viel Platz und Ruhe. 

Jetzt steigt die Vorfreude! Zur Zeit kümmere ich mich um alle nötigen Versicherungen - es sind nicht wenige und es ist echt kompliziert! Auf Facebook haben wir uns bereits in einer Offizieranwärtergruppe organisiert und viele Infos ausgetauscht. Für mich stehen jetzt noch die Abi-Reise nach Dänemark und zwei Präsentationen an. Am 01. Juli gehts dann endlich los!