Donnerstag, 2. Juli 2015

Wir im Heer



Tag 2

Etwas müde geht es heute morgen um 05:30 weiter. Der Wecker klingelt. Nach einem langsamen Wachwerden musste ich mich im Gegensatz zu meinem vorgedienten Stubenkameraden beim Anziehen und Fertigmachen etwas beeilen, da ich noch nicht alle Abläufe und Handgriffe drauf habe. Das erwartet aber auch keiner. Um 06:20 schließlich tritt unser Zug in zwei Gliedern auf dem Flur an - also in zwei Reihen hintereinander. Nach einer kurzen Ansage unserer Ausbilder verlegten wir in die Truppenküche, um bis sieben Uhr zu verpflegen. Nach einer kurzen Pause versammelten wir uns wieder vor dem Gebäude, um zu einem etwas weiter entfernten Unterrichtsgebäude zu marschieren. Das Verlegen dorthin wurde bereits in Formation durchgeführt, was natürlich noch nicht sonderlich professionell aussah.

Um 08:00 begann dann für uns (die gesamte zweite Kompanie) der Unterricht durch den Kompaniechef. Dabei wurden allgemeine Informationen und Überblicke zu Themen wie Wehrrecht, der Bundesrepublik Deutschland (Geschichte, Militär) oder Sicherheitspolitik vermittelt. Nachdem einige Zeit vergangen war, begrüßte uns der Kommandeur des Offizieranwärterbataillons 1. Er sprach aus, was wohl die meisten in dem Raum dachten: Wenn 200 Soldaten/Soldatinnen mit einem lauten "Guten Morgen Herr Oberstleutnant" antworten, bekommt man schonmal Gänsehaut. Am Rednerpult hielt der Kommandeur eine interessante, motivierende und humorvolle Begrüßungsrede zu uns Offizieranwärtern und und machte uns auf das Motto der Ausbildung aufmerksam: "Wir im Heer - Ausbildung mit Leidenschaft". Er sprach in überzeugender Weise die Professionalität und Leidenschaft, mit der das Heer der Bundeswehr arbeitet, an und zeigte uns dazu noch dieses kurze Video:  Wir sind das Heer
Im Anschluss an seine Rede fand sogar noch eine Beförderung eines Unteroffiziers statt, was natürlich sehr interssant war und anschließend vom Kommandeur noch erläutert wurde.
Um den Kommandeur aus dem Saal zu verabschieden, endete die Stunde mit einem lauten

(Kommandeur) "Wir - dienen"

(Soldaten) "Deutschland!"

Nach einer längeren Pause folgte erneut Unterricht beim Kompaniechef. Nachdem auch dieser Teil abgeschlossen war, gab es noch Mittagessen. Aufgrund meiner am nächsten Tag anstehenden Abiturzeugnisfeier bestritt ich bereits an diesem Nachmittag mit zwei weiteren Kameraden mehrere verpflichtende Arztbesuche. Damit verbrachten wir den größten Teil des Nachmittags. Anschließend kehrten wir auf unsere Stuben zurück und warteten auf den Rest des Zuges, der immernoch Unterricht hatte. Um 18:00 etwa gab es dann für alle Abendessen, dem der Dienstschluss folgte. Also ab in die Dusche und dann ins Bett.

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