Die ersten 6 Monate - Offizieranwärterlehrgang

Es geht los! Ab dem 01.07.15 heißt es "Stillgestanden!"

Die richtige Versicherung

Eines der wohl kompliziertesten Themen für angehende SaZ.

Mittwoch, 15. Juli 2015

Erstausbildung Pistole



Tag 15

Der heutige Tag stand ganz im Zeichen der Waffenausbildung. Schon am Vorabend war auf den Stuben ein reges Rucksackpacken und Nähen von Koppeln zu beobachten. Um 07:30 standen wir bereits in voller Gefechtsmontur - also Rucksack, Helm und Koppel - in einer Schlange vor der Waffenkammer. Dort erhielten wir unsere G36 Gewehre, von welchen jeder ein ganz Bestimmtes Exemplar zugeordnet bekommt. Außerdem mussten wir noch einige Mauerreste - also Nachbildungen von Mauerresten für Übungszwecke - auf die für unsere Übungen genutzte Wiese tragen. Nach dem Aufbau der Station wiederholten wir zunächst die mittlerweile zur Routine gewordenen Abläufe wie Sicherheitsüberprüfung, Funktionsprüfung, PSK sowie das Zerlegen und Zusammensetzen des Gewehres. Anschließend gingen wir erneut die Ladetätigkeiten - also entladen, teilladen und fertigladen durch und probten erstmals auch das schnelle Wechseln von Magazinen. Ebenfalls neu war die Störungsbeseitigung. All diese Abläufe funktionieren natürlich nicht auf Anhieb und bei nicht wenigen noch mit vielen Fehlern - unser Ausbilder hat es daher oft wiederholt: Je öfter wir diese Abläufe üben, desto mehr Routine bekommen wir und desto schneller und korrekter können wir mit der Waffe arbeiten. Weiter gingen wir diverse Anschlagsarten mit dem Gewehr durch und studierten noch die Haltungen des nSAK (neues Schießausbildungskonzept). Nach einer dreieinhalbstündigen Ausbildungseinheit kehrten wir sichtlich angestrengt zum Gebäude zurück und gaben unsere Waffen ab.














Quelle: www.bundeswehr.de

Nach der Mittagspause fanden wir uns in unseren Gruppen zum Stubenunterricht zusammen. Heutiges Thema: Die Pistole P8, der Standardpistole der Bundeswehr. Wie üblich lernten wir in dieser ersten Einweisung die Baugruppen und die Funktionsweise der Waffe kennen. Nach 90 Minuten Unterricht verlegten wir erneut auf die Übungswiese, wo wir bereits in dieser Einheit viele Tätigkeiten - zu nennen sind hier die Sicherheitsüberprüfung, das Zerlegen und Zusammensetzen, die Funktionsprüfung sowie die Ladetätigkeiten - durchführten und übten. Mir persönlich bereitete der Umgang mit dieser Waffe deutlich mehr Freude als mit dem G36 - dies ist aber natürlich Geschmackssache. Nach dieser interessanten Praxisausbildung wurden wir pünktlich um 17:00 in den Dienstschluss verabschiedet.

Ganz wichtig: Von den Soldaten wird erwartet, dass sie sich nach Dienstschluss selbstständig fit halten und ihre Leistung entsprechend steigern, um mindestens die grundlegenden sportlichen und körperlichen Anforderungen zu erfüllen. Viele Soldaten nutzen daher die freie Zeit nach Dienstschluss, um auf dem gepflegten Sportplatz in vielfältiger Weise Sport zu treiben. Ich schloss mich an diesem Abend mit einem Kameraden meiner Ausbildungsgruppe zusammen, um einen 6km Marsch mit Gepäck, in diesem Fall ca. 15kg im Rucksack, zu absolvieren. Man konnte sich austauschen und einfach quatschen, tat gleichzeitig etwas für seine Gesundheit/Leistungsfähigkeit und fühlte sich hinterher einfach super.

Hier gehts weiter >>